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Amiga A2386SX Bridge Board
Prozessor: 80386SX (20 MHz)
RAM (kb): 8192
ROM (kb): 64
Textanzeige: 80x25, 4 Farben
Grafikanzeige: 320x200, 4 Farben
Tongenerator: eingebauter Summer
Herstellungsjahr: 1991
Einführungspreis: 2 000,00 €
Bemerkung:
Durch die Brückenkarten, auch "Bridgeboards" genannt, erweitert sich der Amiga um einen vollständig kompatiblen IBM PC/XT oder AT, der Dank des Amiga Multitasking-Betriebssystems neben dem Amiga eigenständige Aufgaben wahrnehmen kann. Durch diese Hybridlösung wird es möglich, dass zwei Computer in einem Gehäuse völlig parallel arbeiten, und sich alle Peripheriegeräte, wie zum Beispiel Tastatur, Bildschirm, Festplatte, Drucker usw., teilen können. Damit sind, trotz zweier völlig unterschiedlicher Systeme, diese relativ teuren Peripheriegeräte nur einmal notwendig.
Der Amiga 2000 und aufwärts besitzen einige Steckplätze. Zwei oder mehr davon liegen in einer Linie mit den PC-Kompatiblen Steckplätzen. Die PC-Steckplätze sind nirgendwo angeschlossen. Sie werden erst dann aktiviert, wenn man eine "Brücke" zu ihnen herüberführt. Und diese Brücke zwischen den Welten wird mit den PC-Karten geschlagen. Damit wird die Amiga-Welt mit der MS-DOS Welt verbunden. Um den Datenaustausch mit dem Amiga zu ermöglichen, wird auf der Amiga-Seite die "Janus"-Software gestartet (Janus war ein römischer Schutzgott des Ein- und Ausgangs mit zwei entgegengesetzt blickenden Gesichtern). Wenn man das mit den Aufgaben der Software vergleicht, scheint der Name durchaus angebracht zu sein.
Die Software ermöglicht es nun, die Bildschirmausgaben des PCs auf dem Amiga-Bildschirm darzustellen. Es gibt zwei Anzeigemodi zur Auswahl: MDA (Monochrome Graphics Adapter) und CGA (Color Graphics Adapter), beides sind Standard PC Grafikkarten. Die MDA-Ausgabe erfolgt über das Programm PC-MONO und landet normalerweise direkt in einem Fenster auf der Workbench, kann aber auch auf einem eigenen Bildschirm angezeigt werden. Das Programm PC-COLOR übernimmt die CGA-Ausgabe und eröffnet einen eigenen Schirm. Bei beiden Programmen kann man die Farben der Darstellung an seinen eigenen Geschmack anpassen, auch kann man die Farbzahl reduzieren, da die vollen 16 Farben bei CGA häufig etwas langsam dargestellt werden.
Zum Datenaustausch verfügen die Brückenkarten über 128 KByte RAM, das sowohl vom PC als auch vom Amiga aus angesprochen werden kann (sogenanntes "Dual Ported RAM"). Über diesen Speicher werden auch die Tastendrücke an den PC weitergegeben, die Amiga-Maus kann mittels eines Spezialtreibers ebenfalls verwendet werden. Dazu gibt es einige andere Dienstprogramme, die beispielsweise die Zeit der akkugepufferten Echtzeituhr des Amigas dem PC zur Verfügung stellen oder dem PC den Zugriff auf den Parallelport des Amigas ermöglichen.
Auch ist es möglich eine oder mehrere Partitionen einer PC-Festplatte dem Amiga zur Verfügung zu stellen. Diese Partitionen sind jedoch nicht bootfähig. Umgekehrt kann man eine Datei auf einem Amiga-Laufwerk als Festplatte für den PC nutzen (ein sogenanntes Hardfile), die im Gegensatz zu ersterer Lösung bootfähig sein kann. Die Performance beider Lösungen ist weit von einer "echten" Festplatte entfernt, dennoch sind beide praktischer als ewiges Diskettenwechseln.
Es besteht auch die Möglichkeit, mit den übrigen PC-Kompatiblen Steckplätze die gängigen PC-Steckkarten (8-Bit) zu verwenden, um so beispielsweise einen Festplattencontroller oder eine bessere Grafikkarte (deren Anzeige dann allerdings einen eigenen Monitor benötigt) einzusetzen. Die Zahl der freien Steckplätze hängt von der Position der Brückenkarte und vom Amiga-Modell ab. Im Amiga 2000 hat man maximal zwei 8-Bit und einen 16 Bit ISA Steckplatz zur Verfügung.

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