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Casio
VL-TONE VL-1
Textanzeige: 8x1, 2 Farben
Herstellungsjahr: 1981
Stromversorgung: 4xAA, 6V DC
Einführungspreis: € 76,00
Bemerkung:
Der Casio VL-1 (auch bekannt als Casio VL-Tone) war der erste Synthesizer der japanischen Firma Casio aus der VL-Reihe. Dieses sehr preisgünstige Instrument (Preisempfehlung in Deutschland 149 DM) wurde von 1981 bis 1984 hergestellt. Einer der vier Kashio-Brüder, die Casio 1946 gründeten, entwickelte den sehr kostengünstigen LSI-Chip, der zur Musikerzeugung genutzt wurde. Auf Drängen des Managements der Firma Casio wurde die Funktionsarmut des Chips durch einen eingebauten Taschenrechner kompensiert.

Das Gerät gilt als Kult-Instrument, da es besonders einfache Töne erzeugt. Aus diesem Grund wird das Instrument bis heute von namhaften Künstlern verwendet, darunter Human League, Stevie Wonder, Robbie Williams und insbesondere Trio. Dabei spielt der Wiedererkennungswert des Grundklangs eine besondere Rolle.

Das Casio VL-1 verfügte über fünf fest programmierte Instrumente:
• "Piano" (Klavier)
• "Fantasy"
• "Violin" (Geige)
• "Flute" (Flöte)
• "Guitar" (Gitarre)

Das Casio VL-1 verfügt über zehn fest programmierte Rhythmen.
• March
• Waltz
• 4-Beat
• Swing
• Rock-1
• Rock-2
• Bossanova
• Samba
• Rhumba
• Beguine

Der Speicher des eingebauten Sequencers fasst 100 Noten, die wahlweise in Echtzeit oder Schritt für Schritt eingegeben werden können. Eine nachträgliche Korrektur kann sowohl beim Tempo als auch bei der Tonhöhe und dem gewählten Klang erfolgen. Auch ein nachträgliches Einfügen von Noten ist möglich. Das Abspielen erfolgt als Auto Play oder mit dem Drücken von einer oder beider blauen großen Tontasten (One Key Play). Zur Echtzeit-Aufnahme kann auch einer der eingebauten Rhythmen als Timing-Hilfe abgespielt werden. Das Tempo ist ebenso wie der Rhythmus nachträglich im Tempo variierbar.

Der Taschenrechner-Modus erlaubt einfache Funktionen eines üblichen Taschenrechners mit maximal achtstelligen Zahlen. Die Bedienung erfolgt über die Klaviatur.

Insbesondere die deutsche Band Trio machte 1982 das Casio VL-1 populär, als die Band es in dem Welthit "Da da da" verwendete. Der Rhythmus dieses Songs ist zu erreichen, indem am Casio VL-1 das Preset "Rock-1" abgespielt wird. Auch andere Musiker verwendeten das Instrument, beispielsweise Robbie Williams in Rudebox, The Fall in The Man Whose Head Expanded, Human League in Get Carter und Fergie in Clumsy. Außerdem ist das VL-1 in Werner Nekes' Film Johnny Flash (1987) zu sehen. Da der Hauptfigur die große Technics-Orgel zu teuer war, kaufte sie sich das VL-1.

Zubehör
Verpackungen
Kunstledertasche